Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
Das Stromnetz im Wohnheim ist über 20 Jahre alt und z.T. sehr unzuverlässig. Spannungsschwankungen und Stromausfälle kommen deshalb regelmäßig vor. Deshalb wurden fast alle Netzwerk-Schränke mit Unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USVs) ausgestattet. Diese schützen Switches und Rechner vor Spannungsschwankungen, überbrücken kurzzeitige Stromausfälle mit Batteriestrom und fahren die Server notfalls herunter. Wir setzen folgende USVs ein:
- 1x APC Smart-UPS SUA 5000 RMI 5U, 19"-Gehäuse mit 5 HE (Höheneinheiten)
- 1x APC Smart-UPS SU 1400 RMI 2U, 19"-Gehäuse mit 2 HE
- 1x APC Smart-UPS SU 750 RMI 1U, 19"-Gehäuse mit 1 HE
- 1x APC Smart-UPS SU 700 RM 2U, 19"-Gehäuse, 2 HE
- 1x APC Smart-UPS SUA 750 I, Tower-Gehäuse
Alle USV im 19"-Gehäuse sind mit Managementkarten AP9617 von APC ausgestattet und können so über das Netzwerk administraiert werden. Darüber hinaus können sie Mails und SNMP-Traps verschicken, sowie Messwerte aus der USV (SPannung, Load, Temperaturen) ins Netz übertragen.
Wir haben uns für die Smart-UPS von APC entschieden, da diese problemlos mit unseren Server über die serielle Schnittstelle kommunizieren konnten. Die USVs wurden darüber hinaus für einen weiteren Rechner-Ausbau ausgelegt, sind also entsprechend groß dimensioniert.
Weitere Informationen auf den Bau-Seiten April 2006, September 2007, Februar/März 2008, Januar/April 2009 und unseren Erfahrungsseiten.
Backup-System
Als Backup-Lösung setzen wir ein externes Bandlaufwerk mit ein LTO-2 / Ultrium 2 ein:
Tandberg 420LTO
- Kapazität: 200GB nativ, 400GB komprimiert
- externer SCSI-Anschluss Ultra 320 LVD
- Steuerung über SCSI-Controller im Server für interne Dienste
- Backupgröße: 170GB (Fullbackup aller Server, Stand: Oktober 2011)
Der Server für interne Dienste (s.o.) dient dabei auch als Backup-Server. Er greift über das Netz auf Daten der anderen Server zu, speichert sie vorübergehend lokal ab und sichert sie dann auf das LTO-Bandlaufwerk. So können auch Daten gesichert werden, die sich auf anderen Servern befinden. Der Datentransfer läuft dabei getrennt von den Daten der Benutzer über ein virtuelles LAN (VLAN) und mit Gigabit-Ethernet, sofern dies von den Servern unterstützt wird.
Weiteres Zubehör
KVM-Switch Aten CS1758 für Server im Server-Raum
Alle Server sind über einen KVM-Switch (Keyboard-Video-Mouse-Switch) der Firma Aten (CS-1758) verbunden. Von einem Arbeitslatz aus können so mehrere Server bedient werden. Somit müssen nicht für jeden Server ein eigener Monitor nebst Tastatur vorgehalten werden.
Die technischen Details:
- Anschlüsse für acht Computer
- Auflösung bis zu 2048x1536 Pixel
- 19"-Bauweise, lässt sich in einem Netzwerk-Schrank installieren
- Tastatur- und Mausemulation beim Booten
- PS/2- und USB-Anschlüssen werden unterstützt
- hot-plug-fähig: automatische Erkennung von PS/2- und USB-Verbindungen
- Caps Lock, Num Lock und Scroll Lock bleiben beim Rechnerwechsel erhalten
- Auswahl des PCs über eine Taste am Gerät, über eine Tastenkombination auf der Tastatur oder mit Hilfe eines OSD-Menüs (OSD - On Screen Display)
- Auto Scan-Funktion - wechselt alle paar Sekunden zwischen den Rechnern
- läuft ohne zusätzliche Software, kompatibel zu allen Betriebssystemen
- unterstützt den DDC2B (Display Data Channel)
- interne Firmware lässt sich aktualisieren
- Audio-Unterstützung, d.h. es können Boxen und Mikrofon angeschlossen werden (für uns egal, unserer Server haben keine Soundkarten)
Details zur Nutzung des KVM-Switches finden Sie bei den Bauarbeiten und auf den Erfahrungsseiten.
Büro- und weitere Kommunikations- Technik
Für die Vereinsarbeit setzen wir folgende Büro- und Kommunikationstechnik ein:
- Laserdrucker Lexmark Optra E310
- Duplex-Laserdrucker Kyocera FS-1030D
- Multifunktionsgerät Kyocera FS-1128MFP
Beide Laserdrucker werden über einen Drucker-Server angesteuert, so dass z.B. Vorstandsmitglieder von ihrem Zimmer aus via Netzwerk Druckaufträge starten können.
Das Multifunktionsgerät dient derzeit als Kopierer, Fax und Scanner und ist ebenfalls an das LAN angeschlossen. So lassen sich ankommende Faxe direkt per E-Mail weiterleiten oder Rechnungen als PDF scannen und auf einem Server ablegen. Ein kleiner Schritt mehr in Richtung "papierarmes Büro".
Seit April 2009 nutzen wir das serielle externe Analog-Modem Longshine LCS-8560A für den Versand von SMS-Nachrichten bei kritischen Ausfällen. Es verfügt über einen eigenen Anschluss an unserer Telefonanlage und soll in naher Zukunft auch als Vereins-Fax eingesetzt werden.
Siehe auch unsere Erfahrungsseite und die entsprechende Bauseite.
Temperatur-Überwachung mit der Ethernetbox
Zur Überwachung des Klimas setzen wir in mhereren Räumen die MessPC "Ethernetbox 1" von BetterNetworks mit einem Environment Sensor 3 30113 ein. Damit werden sowohl die Raumtemperatur wie auch die relative Luftfeuchte im Raum gemessen. Darüber hinaus schlagen mehrere Wassersensoren in Bodenhöhe Alarm, sobald Wasser in die Räume eindringt.
- Die Box besitzt einen eingebauten Server mit eigener IP, braucht zum Betrieb also keinen angeschlossenen Rechner. Sie ist damit überall im Netzwerk einsetzbar und benötigt keine Treiber für Com- oder USB-Ports.
- Die Ethernetbox ist klein und handlich und ist etwas kleiner als eine Postkarte.
- Die Daten können via SNMP direkt aus der Box abgerufen werden. So ist die Abfrage und die grafische Darstellung ohne größeren Programmieraufwand möglich, für uns eine enorme Zeitersparnis.
- Die Ethernetbox kann auch von sich aus Aktiv werden und SNMP-Traps versenden, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt (z.B. ein Wassersensor Wasser entdeckt).
- Die Sensoren besitzen RJ45-Anschlüsse und lassen sich mit Patchkabeln verlängern.
- Im Angebot von Better Networks sind weitere Sensoren für Bewegung, Rauch und Wasser, so dass wir weiter aufrüsten können.
- Better Networks gibt auf Nachfrage folgende Eckdaten für die Sensoren an:
- Daten Temperatur-Sensor:
Messbereich: -20°C ... +80°C
Auflösung: 0,1°C
Messgenauigkeit: +/- 0,7°C - Daten Luftfeuchte-Sensor:
Messbereich: 0..100% relative Luftfeuchte
Auflösung: 0,1%
Messgenauigkeit: +/- 3,5%
- Daten Temperatur-Sensor:
- Laut Auskunft von Better Networks kann man die Enviroment-Sensoren auch im Freien einsetzen (-30°C bis +45°C), man muss sie lediglich vor Spritzwasser / Regen schützen.
- Die Ethernetbox aelbst kann man (laut Better Networks) auch problemlos im Freien betreiben. Theoretisch ließe sich damit also eine kleine Wetterstation aufbauen. Da wir in einem denkmalgeschützten Gebäude sitzen, fällt das sowieso für uns flach.
Unsere Erfahrungen mit der Ethernetbox finden Sie bei den Erfahrungsberichten und auf den Bauseiten 2008 und Bauseiten 2009.
Geplant ist die Installation weiterer Messfühler und Ethernetboxen in den restlichen Räumen sowie die Aufrüstung einer Ethernetbox mit einem Temperaturfühler für Außen.


















