Erfahrungen mit den Netzwerk-Schränken Knürr Miracel
Jeder Netzwerkschrank ist mit Patchpanels, Switches und einer USV ausgestattet. Sie verfügen vorne über eine Glastür und hinten über eine feste Rückwand. Zum Teil arbeiten auch noch Server oder Kleingeräte im Schrank.
Erfahrungen mit Temperaturen
- Die Temperatur innerhalb des Netzwerk-Schranks liegen im Sommer auf deutlich über 30°C.
Die Netzwerk-Schränke Knürr Miracel besitzen nur im Bodenbereich einige Lüftungsschlitze und einen Lüftungsdom auf dem Dach. Für den Einbau der Switches mag die Durchlüftung ausreichend sein, aber mit dem eingebauten Wohnheim-Server wurde es im Schrank zu warm. - Beim Schrank-Kauf sollte man also immer darauf achten, welche Geräte später im Schrank arbeiten sollen. Sind es z.B. nur Patchpanels und einige Switches, reichen bestimmt Schränke mit Glastür und fester Rückwand (Netzwerk-Schränke).
- Sollen in einem Schrank aber mehrere Server laufen, sollte man luftdurchlässige Türen und Rückwände (Server-Schränke) einsetzen. Das kann die Temperatur im Schrank schonmal um mehrere °C verringern.
Technische Details zu den Schränken auf der Technik-Seite.
Profile, Rahmen und Innenausbau
- Leider wurde damals beim Erstaufbau geschlampt. So vergaß man damals, den Schrank im Betriebsraum "Matratzenkeller" mit hinteren Profilen auszustatten. Der unvollständige Ausbau rächte sich acht Jahre später, als wir den Schrank weiter aufrüsten wollten. Dazu mussten wir zunächst weiteres Material bestellen, um die fehlenden hinteren Profile einbauen zu können. Sehr ärgerlich, zumal Teile für den Profileinbau bereits seit Jahren ungenutzt im Keller herumlagen. Erst nach dem Profil-Einbau konnten wir uns an die eigentlich geplante Aufrüstung des Schranks machen.
- Eine der größten Schwachstellen der Knürr-Schränke sind die Kunststoffhalterungen der Seiten- und Rückenteile. Die Seiten- und Rückenteile werden nur an der Oberseite des Schranks eingehängt und dann mit Schnellverschlüssen aus Kunststoff von Außen am Rahmen fixiert. Ist aber ein Seitenteil auch nur leicht verzogen, kann es sein, dass man die Schnellverschlüsse nicht richtig festziehen kann. Sie brechen dann ab oder der Schlitz für den Schraubendreher bricht aus. Wir haben deshalb immer 50 Stück in Reserve irgendwo liegen, aus gutem Grund.
- Zusätzlich empfehlen wir, keine feste Rückwand zu nehmen, sondern eine Metalltür - den Platz hinter dem Schrank vorausgesetzt. Eine Tür ist deutlich flexibler und erleichtert das Arbeiten in und an den Schränken erheblich. Sie ist in 15s aufgeschlossen, für das Öffnen einer festen Rückwand muss man erstmal einen Schraubendreher suchen, die Schnellverschlüsse öffnen (wenn man sie denn aufbekommt) und die Rückwand aushängen und zur Seite stellen. Und dann steht sie meist noch im Weg. Und falls sich die Rückwand auch nur leicht verzogen hat, dauert das Wiedereinsetzen ewig. Erwähnt man bei uns im Team, dass ein Netzwerk-Schrank hinten oder an der Seite geöffnet werden muss, vernimmt man ein lautes "och nee", denn es nervt wirklich.
- Der Netzwerk-Schrank ist mit T-Nuten ausgestattet. Bei T-Nut-Leisten benötigt man keine Rackmuttern im herkömmlichen Sinne. Stattdessen werden kleine Reiter mit Innen-Gewinde in die T-Nuten geschoben und dann die Geräte von Vorne festgeschraubt. Die Rack-Muttern sind also beweglich.
- Der Vorteil einer T-Nut: um Geräte zu verschieben, braucht man nur kurz die Schrauben zu lösen und kann sie dann in der T-Nut verschieben. Ein Ausbau ist nicht erforderlich. Bei den quadratischen Rack-Löchern muss man zunächst an der neuen Position Rackmuttern einbauen, dann die Geräte komplett abschrauben und sie an der neuen Position wieder einbauen. Das ist erheblich aufwendiger als bei den T-Nuten.
- Der Nachteil einer T-Nut: Es lassen sich nur Geräte auf die T-Nut schrauben. Soll jedoch eine Halterung angebaut werden, die von hinten an die Profile angesetzt wird und von vorne mit Schrauben befestigt werden muss, helfen einem die T-Nuten nicht weiter, denn man kann keine Schrauben hindurchstecken. Inbesondere einige Rackschienen erfordern es, dass man die Schienen von hinten ansetzt, die Schrauben durch die Lochprofile durchsteckt und festschraubt. Man muss also genau aufpassen, welche Halterungen man zu den Geräten mit bestellen muss.
- Noch mehr Infos (insbesondere zu unseren Erfahrungen mit dem Rittal FlexRack) gibt es beim Schrank-Ausbau.
Technische Details zu den Schränken auf der Technik-Seite.







