Zur Startseite / Website-Logo MichaelisNet e.V.
Logo: Strichzeichnung des Michaelishofes
Server

Erfahrungen mit unseren IBM-Servern

Hier kurz eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen mit unserem neuen IBM-Server:

Erfahrungen mit dem IBM x226 Tower-Server mit Rackumbau (2006)

IBM eServer xSeries x226 Tower-Server mit Rackumbau
IBM x226 Server
einfacher Kabelarm des IBM Tower-Server mit Rackumbau
Kabelarm des x226

Unser Fazit ist überwiegend positiv, der Kauf war eine sehr gute Entscheidung:

  • Die Verarbeitung des Gehäuses ist solide. Wie bei allen Rackgehäusen, kann man die Oberseite des Gehäuses komplett abnehmen. Beim IBM wird die Oberseite durch einen Hebelmechanismus verriegelt. Der ist etwas hakelig, doch wenn man darauf achtet, dass der Deckel wirklich überall sauber aufliegt, geht es.
  • Die Montagehilfen für den x226 sind ein Segen: die blauen Kunststoffräder werden einfach links und rechts an das Gehäuse geschraubt. So kann man die Teleskopschienen einbauen, den Rechner einfach darauf absetzen und ihn in Ruhe an den Schienen festschrauben. Genial! Das vermisst man bei den anderen Herstellern (z.B. Chenbro).
  • Auch das Verriegelungssystem des Teleskopauszugs ist vorbildlich. Man kann den Server nur aus dem Schrank ziehen, wenn man vorher zwei kleine Riegel betätigt. Sehr schön, denn das kennen wir auch anders (siehe neuer Router).
  • Gleiches gilt auch für das Einschieben des Rechners zurück in den Schrank: auch hier muss man erst die Telekopschienen entriegeln, ehe der Rechner in den Schrank zurück geschoben werden kann. Das kennen wir auch anders (siehe neuer Router). Leider sitzen die Riegel zum Einschieben mitten auf den Schienen, so dass man sich schnell mal die Finger am Fett der Teleskopschinenen einsaut. Hier herrscht noch Optimierungsbedarf von IBM.
  • Einen etwas mickerigen Eindruck macht auch der mitglieferter Kabelarm des Servers. Er ist etwa 45cm lang und verfügt nur über ein Scharnier, mit dem er an den Montageschienen befestigt wird. Das Problem: wird der Server komplett ausgezogen, liegen die Kabel nur auf der Hälfte der Strecke auf dem Kabelarm, den Rest zwischen Kabelarm-Ende und Server hängen sie einfach in der Luft. Das ist bei den Rackservern von IBM besser gelöst, die haben einen Faltarm, der über die gesamte Tiefe des Schranks reicht.
  • Bei der Software-Installation gab es ebenfalls kaum Probleme. Sehr hilfreich: wir können den Server mit einem Knopfdruck auf den EIN-/AUS-Schalter herunterfahren und er geht dann auch definitiv aus. Unser erster Rechner, der das wirklich komplett beherrscht!
  • Auch das redundante Netzteil erfreut. Es ist zwar deutlich lauter als ein normales Netzteil, aber noch nicht nervend. Das kennen wir auch anders (siehe neuer Router).
  • Etwas ärgerlich ist die begrenzte RAM-Kapazität des Servers. Während er offiziell maximal 16GB aufnehmen kann, sind es in der Realität nur 12GB, da IBM nur Speicherriegel mit 2GB liefern kann. Für 16GB hätten wir 4GB-Speicherriegel benötigt, doch die gibt es für dieses Modell garnicht. Also bitte niemals die Fussnoten auf einem Datenblatt überlesen! ;-)
    Wir haben daraus unsere Lehren gezogen und werden fortan nur noch Server kaufen, die mind. 32GB aufnehmen können und die man auch in der Realität wirklich so weit bestücken kann.
  • Im Mai 2008 bekam der x226 vier neue Speichermodule mit jeweils 2GB (also ingesamt 8GB). Diese liefen jedoch nicht mit den beiden vorhandenen 1GB-Modulen, so dass wir diese entfernen mussten. Das war ärgerlich, gerne hätten wir 10GB statt "nur" 8GB genutzt. Aber das war vorauszusehen, gab es doch entsprechende Hinweise zur Speicherkompatibilität in der Server-Dokumentation.

Einen weiteren IBM-Server bekamen wir im März 2008 hinzu.

Erfahrungen mit dem IBM x3650 Rackserver

neuer Rackserver eServer xSeries x3650 von IBM
neuer Rackserver x3650
verbesserte Entriegelung zum Einschub des Rackservers eServer xSeries x3652 von IBM
Einschub-Entriegelung neuer Rackserver
Entriegelung zum Einschub des alten Tower-Servers eServer xSeries x226 von IBM
Einschub-Entriegelung alter Tower-Server
eingeschobener IBM Rack-Server x3650 mit eingefaltetem Kabelarm
eingeschobener Kabelarm am IBM Rack-Server
ausgezogener IBM Rack-Server x3650 mit ausgestrecktem Kabelarm
ausgezogener Kabelarm am IBM Rack-Server

Im März 2008 bekamen wir einen neuen IBM-Server, den x3650 Rackserver von IBM. Und es gab diverse Neuerungen:

  • Für die Montage der Telekopschienen benötigt man kein Werkzeug mehr. Die Schienen werden einfach auf Länge gebracht, die Verriegelungen zurückgezogen, die Schienen an die Rackprofile angesetzt und die Verriegelungen einfach nach vorne schnappen lassen. Schon sind die Telekopschienen eingebaut, in weniger als 5min! Cool!
  • Genauso schnell ist auch die Befestigung des Servers auf den Schienen. Einfach draufheben, nach hinten drücken, verriegeln - fertig. Das ist auch in 5min erledigt ohne Werkzeug.
  • Lediglich der Anbau des Kabelarmes ist etwas fummelig, doch auch das ist in 5min erledigt. Nach 15min war der Server im Schrank, so schnell ging das noch nie - genial!
  • Und auch bei den Verriegelungen der Teleskopschienen hat sich IBM weiterentwickelt: statt die Verriegelungen zum Hineinschieben auf die Mitte der Schienen zu setzen, liegen sie nun vorne in der Nähe der Vorderseite des Servers (der kleine blaue Schieber auf dem Bild rechts). Einfach die Riegel vor- oder zurückschieben und der Server läßt sich einschieben, ohne sich die Finger am Fett der Teleskopschienen zu sehr einzusauen! Respekt!
  • Auch der Kabelarm des Rackservers ist vorbildlich. Er ist etwa einen Meter lang und hat an beiden Enden und in der Mitte ein Schanier. Man kann ihn dadurch auf die Hälfte zusammenfalten. Der Vorteil: man kann den Arm hinten am Server und an der hinteren Ecke der Telekopschienen befestigen. Zieht man den Server dann aus, entfaltet sich der Kabelarm über die ganze Tiefe des Schranks. So hängen keine Kabel mehr in der Luft herum. Genial! Das war bei unserem ersten IBM-Server x226 nicht so gut gelöst.
  • Natürlich lief hier auch nicht wieder alles glatt:
    • Wir versuchten zunächst, mit Hilfe des IBM Setup-Programms ein RAID-5 zu erstellen. Leider ist der Server vom Werk aus mit einem Level 1-RAID mit Spare-Festplatte eingerichtet worden, vermutlich weil es sich um ein Aktionsangebot handelt. Wir mußten also erst einmal das RAID-1 und die Spare-Einstellungen löschen. Ein langwierige Sache, die wir über Nacht laufen lassen mußten. Nervig.
    • Am Sonntag Morgen richten wir dann endlich das RAID-5 ein und starten den Auto-Sync (für Daten die eigentlich noch garnicht da sind ;-) Das dauerte etwa 1,5h. Danach konnten wir dann erst mit der Installation beginnen.

Erfahrungen mit dem Wohnheim-Server HP NetServer LC3 (ab 1999)

  • Seit 1999 läuft der HP-Server als zentraler Wohnheim-Server problemlos im Dauerbetrieb, von Neuinstallationen und Stromausfällen einmal abgesehen.
  • Lediglich zu Beginn des Betriebes im Jahre 1999 gab es einige Festplatten-Ausfälle, die aber mit einem Update der Festplatten-Firmware behoben werden konnten. Seitdem läuft der Server einwandfrei und ohne Murren. Das Level5-RAID blieb zu allen Zeiten stabil.
  • Aufgrund des Alters des Servers, kommt es bei Software-Updates zum Teil zu Verzögerungen, da ggf. Treiber gepatched oder ältere Treiber verwendet werden müssen. Dies verzögerte z.T. Updates oder Neuinstallationen, führte jedoch bisher nur ein einziges Mail zu einem Datenverlust - kein Problem dank der Backups.
  • Während die Ausstattung des Servers (Pentium II 400MHz, 320MB RAM) im Jahre 1999 noch vollkommen ausreichend war, stiess er mit den Jahren an seine Grenzen. Dabei geht es weniger um die Prozessorlast (30% im Normalbetrieb), sondern mehr um den geringen Hauptspeicher.
  • Die geringe Hardwareausstattung hat zur Folge, dass sämtliche Dienste mit angezogener Handbremse laufen, insbesondere Web-Proxy und Mail-Server leiden deutlich unter dem geringen Hauptspeicher und die Nutzer unter den langen Antwortzeiten.
    Seit Ende 2008 haben wir einen neuen Proxy-Server in Betrieb und konnten dadurch die "alte Dame" entlasten. Der Wechsel auf einen neuen IMAP-/POP-Dienst (Dovecot) brachte ebenfalls eine erhebliche Verbessung der Antwortzeiten.
  • Aber die Zeiten der "alten Dame" sind gezählt :-) Ende 2009 soll sie ausser Dienst gestellt werden.

Erfahrungen mit dem Webserver auf einem Consumer-PC

Webserver

Es hat sich gezeigt, dass die Hardware-Ausstattung mit einem Pentium 4 mit 2,6GHz, 512MB RAM und eine handelsüblichen ATA100-Festplatte für die Auslieferung der Webseiten ausreichend ist (ca. 70+ Page Impressions / Tag).

 

Der geringe Hauptspeicher und die langsame Festplatte bremsten jedoch das Backend des CMS (Typo3) aus, was ein flüssiges Arbeiten manchmal erschwerte.

Redundante Netzteile: wir schwören auf sie

Wir haben unsere redundanten Netzteile gerade bei den Umbauarbeiten der letzten zwei Jahre sehr zu schätzen gelernt. Inbesondere bei der Modernisierung der Kabelführung im Serverschrank haben sie uns sehr gute Dienste geleistet. Denn wir sind nicht mehr gezwungen, einen Server vom Stromnetz zu trennen, nur weil wir seine Stromzuführung umstecken wollen. Stattdessen stecken wir die Stromzuführung erst für das eine Netzteil und dann für das andere Netzteil um. Damit werden Netzausfälle auf ein Minimum reduziert.