Erfahrungen mit dem neuen Server-Schrank Rittal FlexRack
- Der Server-Schrank Rittal FlexRack ist ausgestattet mit luftdurchlässigen Türen an Vorder- und Rückseite. So ist eine optimale Durchlüftung des Schranks möglich.
- Luftdurchlässige Türen und Rückwände sind jedoch nur sinnvoll, wenn der Server-Raum entsprechend kühl ist und/oder ein kühlender Luftaustausch stattfindet. Ideal wäre natürlich eine aktive Kühlung/Belüftung des Raumes oder der Schränke selbst.
- Ein Nachteil der luftdurchlässigen Türen: man hört die Geräte bzw. deren Lüfter. Bei lauten Lüftern kann das schon sehr störend sein.
- Und: die Geräte verstauben deutlich schneller als Geräte in geschlossenen Schränken. Wir werden also in Zukunft deutlich häufiger Staub wischen müssen und die Staubfilter der Geräte kontrollieren.
Technische Details zu den Schränken auf der Technik-Seite.
Profile, Rahmen und Innenausbau
- Leider büßte der Schrank durch Demontage, Lagerung, Transport und erneuter Montage aus unserer Sicht etwas an Stabilität ein - so zumindest unser persönlicher Eindruck. Also besser den Server-Schrank wie geliefert (montiert) aufstellen. Falls es ohne Demontage nicht geht: die Torx-Bits schonmal bereitlegen ;-)
- Leider wurde der Schrank nur mit minimalem Innenausbau (19"-Profile vorne und 19"-Montagerahmen hinten) geliefert. Profile, Böden und Kabelführungen werden wir also nachträglich bestellen müssen. Also lieber alles gleich bei der Schrank-Bestellung mit hinzukaufen.
- Ausserdem mussten wir uns beim Kabelmanagement innerhalb des Schranks umgewöhnen. In den alten Netzwerk-Schränken von Knürr haben wir viel Platz, um Kabel links und rechts neben den Geräten zu führen. Dazu ist im neuen Server-Schrank kein Platz. Die Kabel müssen stattdessen nach hinten in den Schrank weggeführt und auf der Rückseite verlegt werden. Dafür verwenden wir entsprechende Kabelbügel und Rangierpanels, dadurch gehen aber mehrere Höheneinheiten verloren. Sehr ärgerlich.
- Darüber hinaus werden für den Server-Schrank Torx-Schrauben und Rackmuttern mit M6-Gewinde verwendet, während in den Netzwerk-Schränken von Knürr Kreuzschlitz-Schrauben und T-Nut-Muttern mit M5 verwendet werden.
Wir haben jedoch entschieden, durchgängig M5-Gewinde zu verwenden, so dass wir für den Server-Schrank M5-Rackmuttern nachgekauft haben.
- Die Schranktiefe beträgt lediglich 1m, für unsere Zwecke leider nicht tief genug. Viele Server-Schienen ragen weit über die Server hinaus, von den Kabelarmen garnicht zu reden. Zum Teil stoßen die Kabelarme an die hintere Tür. Und die vielen Kabel auf der Rückseite nehmen ebenfalls erheblichen Platz weg. Wer also vor der Wahl steht, ob er lieber einen Server-Schrank mit 1m oder mit 1,2m Tiefe kaufen soll: nehmt den 1,2m tiefen! Da ist ausreichend Platz für Steckdosenleisten, Kabel und Kabelarme.
- Erst 1,5 Jahre nach dem Erstaufbau des Schranks stellten wir fest, dass der hintere 19"-Montagerahmen beim Erstaufbau falsch montiert worden war. Die Systemlochung zeigt Richtung Aussenwand und nicht nach innen. Wir brauchen aber die Systemlochung, um den Innenausbau weiter voran zu treiben.
Wir vermuten, dass die Einzelteile bei der Demontage doch nicht alle eindeutig markiert worden sind, sonst wäre das nicht passiert. Ein Fehler, der den weiteren Innenausbau behindert. Sehr sehr ärgerlich.
Für den weiteren Innenausbau mussten wir sämtliche Geräte und Server aus dem Schrank ausbauen, den 19"-Montagerahmen drehen und alle Geräte wieder einbauen. Das hat nicht nur Nerven sondern auch unzählige Stunden gekostet. Knurr...
- Im Jahre 2008 rüsteten wir den Rittal FlexRack mit einem ausziehbaren Geräteboden aus: Leider mussten wir beim Einbau der Montageschienen ziemlich herumprobieren, da es ausser ein paar Explosionszeichnungen keine Einbauanleitung von Rittal gibt. Am besten man löst erstmal alle Schrauben an den Montageschienen, damit man sie problemlos verschieben kann, um dann die Löcher für die Befestigung der Teleskopschienen treffen zu können. Hätte auch einfacher sein können.
- Das ganze Gefummele mit den Schienen hat uns mehr als eine Stunde gekostet. Sehr ärgerlich. Hier hätten wir uns von Rittal zumindest ein paar Tipps zum Einbau gewünscht. Ärgerlich.
- Zusätzlich machen noch die Verschraubungen der Schienen an den 19"-Profilen einen sehr klapperigen Eindruck. Die Unterlegbleche, die als Unterlegscheibe fungieren, sind ziemlich dünn und verbiegen sich deutlich beim Festziehen der Schrauben. Hier wäre ein etwas stärkeres Blech besser gewesen. Schade.
Technische Details zu den Schränken auf der Technik-Seite.







