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Backbone & Uplinks

Erfahrungen mit unserem LWL-Backbone

Eine Sammlung unserer Erfahrungen mit unserem LWL-Backbone.

 

Weitere technische Details auf unseren Technik-Seiten:

Kabel und Verlegung

  • Obwohl 95% des Glasfaserkabels in den Kellern verlegt wurde, entschieden wir uns für ein Außen-Glasfaserkabel.
    Allerdings ist das Outdoor-Kabel nicht speziell gegen Beschädigungen geschützt (Nagetierschutz etc.).
  • Obwohl damals Multimode-Kabel der Durchmesser 62,5/125μm üblich waren, entschieden wir uns für ein LWL-Kabel mit 8 Fasern Multimode und einem Durchmesser von den Durchmesser 50/125μm.
  • An der Stelle, wo wir zwei Häuserteile durch das Erdreich miteinander verbinden müssen, verlegen wir nur ein sehr dünnes Kunststoffrohr im Boden, durch dass gerade mal das Kabel hindurchpasst. Somit können ggf. Nagetiere das Rohr nicht benutzen, um in anderer Häuser zu kommen. Und sie können die Kabel im Rohr nicht beschädigen.
  • Die Austritte der Kabel werden sorgfältig verspachtelt und das Kabel an den Austrittsstellen mit flexiblen Rohren vor Beschädigungen geschützt. Ausserdem sind die Ausstrittstellen auf Kopfhöhe, so dass Nagetiere dort kaum herankommen werden.
  • Jahre später verhinderte die Wahl des dünnen Rohres jedoch den Aus- bzw. Umbau der Netzwerk-Verkabelung. Hier wäre ein grossem Kunststoffrohr und ein speziell geschütes Outdoor-Kabel besser gewesen. Also bitte nicht nachmachen, auch wenn es noch so viele Kosten spart ;-)

Weitere technische Details finden Sie auf unseren Technik-Seiten zum Router und zum Backbone, sowie bei den Umbauarbeiten des Backbones.

Nutzung des Backbones

LWL-Patchpanel mit SC-Technik in der Datenstation "Server-Raum"
LWL-Patchpanel Server-Raum
  • Jeder Datenstation stehen (theoretisch) acht Fasern zur Verfügung. Genutzt werden derzeit jeweils vier Faser mit Gigabit Ethernet (2x 1000MBit/s).
  • Nach dem Umzug des Routers in den Serverraum in 2006, haben wir 2007 den Router über das Backbone direkt mit dem AirLaser verbunden. Vorher gab es häufiger Probleme, da sich der gesamte Datenverkehr des Wohnheims auf einer Backboneleitung sammelte und sich an einem Switch aufstaute. Hohe Paketverluste waren die Folge.
  • Mitte 2007 entdeckten wir, dass eine Faser des Backbones beschädigt ist. Ob dies zu den o.g. Paketverlusten beigetragen hat, können wir nicht mehr nachvollziehen. Wir haben die Faser ausser Betrieb genommen, bis sie repariert werden kann.

 

Weitere technische Details finden Sie auf unseren Technik-Seiten zum Router und zum Backbone, sowie bei den Umbauarbeiten des Backbones.

AirLaser bekommt eigene Backbone-Verbindung

Neuer Medienkonverter Allied Telesyn MC102XL Rev.2, mit AutoMDI/MDI-X
Medienkonverter AT MC102XL Rev.2
neue Glasfaser-Backbone-Topologie nach der Direktverbindung von Router und AirLaser-Uplink
neue Backbone-Topologie

Um unsere Switches und das restliche Backbone zu entlasten, entschieden wir uns 2006 dafür, zwei Fasern des LWL-Backbones für die Verbindung zwischen AirLaser und Router zu nutzen:

  • Leider lief dieser Umbau nicht reibungslos ab: Zunächst wollte die Glasfaser-Netzkarte von Allied Telesyn keine Verbindung über das LWL zum Medienkonverter aufbauen. Wir vermuten, dass die Autonegotiation nicht richtig funktionierte. Erst als die Karte manuell auf 100MBit Full-Duplex eingestellt wurde, klappte die Verbindung.
    Das Problem könnte die Karte, der Karten-Treiber oder das Zusammenspiel zwischen Karte und Medienkonverter sein. Seltsam, da beide von der gleichen Firma sind...
  • Besonders praktisch ist die neue automatische Umschaltung bei Patch- und CrossOver-Kabeln (Auto MDI / MDI-X) der FastEthernet-Seite des Medienkonverters. Früher musste zwischen MDI und MDIX mit einer Taste am Medienkonverter umgeschaltet werden. Bei Leitungstests und Fehlersuchen war das oft nervig. Das ist mit den neuen AT-MC102XL nun endlich vorbei.
  • Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der neuen LWL-Verbindung konnten wir eine Verbesserung der Ping-Zeiten zu Rechnern im Campus-Netz beobachten. Die Verbesserungen waren jedoch z.T. nur wenige Millisekunden, so dass es unseren Nutzern vermutlich nicht aufgefallen ist.
  • Nach dem Beginn des neuen Semesters bemerkten wir leider nur geringe Verbesserungen der Netzstabilität. Während der Umbau also augenscheinlich für die Nutzer kaum spürbar ist, hat er den Admins die Arbeit mit dem Router und den VLANs vereinfacht. Also haben wir wenigstens sie glücklich gemacht ;-)
    Ein Grund, warum der Umbau die Netzstabilität nicht verbessert hat, liegt vielleicht an einem Defekt am Backbone selbst.

Erfahrungen mit unserem Wireless LAN

WLAN-Richtantenne Yagi 18dBi von WiMo und AirLaser auf der Uni-Seite
WLAN-Antenne & AirLaser Uni-Seite
WLAN-Accesspoint Lucent WavePOINT II mit WaveLAN IEEE 802.11 OEM PC Card auf der Uni-Seite
WLAN-Bridge Uni-Seite

Unser Wireless LAN wurde mehrmals umgebaut.

  • Die WLAN-Antenne auf der Uni-Seite musste wegen Sturmschäden mehrmals getauscht werden. Der letzte Tausch war 2006
  • Auch das WLAN-Kabel zwischen Antenne und Bridge auf der Uni-Seite wurde mehrmals getauscht: das erste mal bei der Installation des AirLasers 2003, das zweite Mal beim Umbau im Technikraum 2007.
  • Im Jahre 2003 wurde dann die WLAN-Anlage zum Notfall-Uplink "degradiert", denn das Wohnheim wurde über eine Laser-Verbindung mit dem Campus-Netz verbunden.

Erfahrungen mit der WLAN-Anlage auf dem Dachboden

WLAN-Bridge Lucent WavePOINT II mit WaveLAN IEEE 802.11 OEM PC Card im Sicherungskasten auf dem Dachboden des Michaelishofe
WLAN-Bridge Michaelishof
  • Bei der allerersten (improvisierten) Installation der Bridge hatten wir nicht damit gerechnet, dass die Temperatur auf dem Dachboden im Winter unter 0°C fallen würde. Die Bridge stellte dann plötzlich den Betrieb ein und die Netzwerkverbindung des Wohnheims brach komplett zusammen.
    Wir setzten die Bridge deshalb in einen Sicherungskasten. Nun bleibt sich auch im Winter im Bereich ihrer Betriebstemperatur (0°C ... 40°C).
  • Für die Temperaturregelung im Sommer haben wir den Kasten manchmal geöffnet, damit kein zu großer Hitzestau entsteht. Wir hätten gerne temperaturgeregelte Lüfter verwendet, doch dafür ist der Kasten zu klein.
  • Bei der Auswahl des Kastens sollte man also auch unbedingt auf die Größe (insb. der Tiefe) achten. Hierbei sollte man unbedingt großzügig planen, wer weiss, was für Geräte irgendwann nochmal mit hineinkommen. Bei uns liegt z.B. seit 2003 ein Medienkonverter mit im Kasten. Das war z.B. 1999 so nicht vorhersehbar.
  • Darüber hinaus ist der Einsatz eines Funkthermometers von Vorteil. So kann man die Temperatur im Kasten ablesen, ohne auf den Dachboden steigen und / oder den Kasten öffnen zu müssen. Den regelmäßigen Batteriewechsel nicht vergessen ;-)
  • Leider läßt sich der Verteilerkasten nur mit einem Schraubendreher öffnen, was bei Wartungsarbeiten zum Teil ziemlich nervig ist. Hier also lieber auf einen Verteilerkasten setzen, den man ohne Werkzeug öffnen kann.

Erfahrungen mit unserem Laser-Uplink: AirLaser IP 100

CBL AirLaser IP 100 / 2000 auf dem Dach des Okerhochhauses auf dem Gelände der Technischen Universität Braunschweig
CBL AirLaser auf Uni-Seite
  • Die Wartungsarbeiten am AirLaser beschränken sich auf gelegentliches "Fensterputzen", also das Reinigen der Frontscheibe. Regelmäßige Nachjustierungen, wie bei anderen optischen Anlagen, waren in den vergangenen fünf Jahren nicht notwendig.
  • Der AirLaser reagiert z.T. empfindlich auf Stromschwankungen. So fiel der AirLaser bei Elektroarbeiten auf der Uni-Seite mehrmals aus. Nach einem Ausfall blieb der AirLaser jedoch irgendwo beim Bootvorgang hängen. Er übertrug zwar noch Daten, war aber nicht mehr administrierbar. Ein manueller Reboot am Gehäuse brachte keine Verbesserung. Erst als wir den AirLaser mehrere Minuten vom Stromnetz trennten, bootete er anschliessend wieder einwandfrei. Daraufhin haben wir den Laser mit einer Notstromversorgung (USV) ausgestattet, die Stromschwankungen und kurze Stromausfälle überbrücken kann.
  • Nach 5 Jahren im Einsatz begann die übliche Signalstärke von 25dB langsam und stetig auf unter 5dB zu sinken. Wir schoben das zunächst auf die Bauarbeiten auf dem Dach des Uni-Gebäudes, doch die Signalstärke sank nach Beendigung der Bauarbeiten weiter ab. Sogar soweit, dass das Wohnheim bei schlechtem Wetter tagelang offline war bzw. nur über DSL online gehen konnte. Details zum Absinken der Signalstärker gibt es bei den Bauarbeiten 2010.
  • Durch den Abfall der Signalstärke 2008-2010 bemerkten wir beim AirLaser eine Erhöhung der Paketverluste, wenn die Signalstärke unter 5dB sank. Der Packetloss stieg auf ca. 20% an, bis der Laser bei 0dB entgültig ausfällt. Das ist vermutlich der Grund, warum der Hersteller CBL den Laser vom Werk aus so einrichtet, dass er ab 5dB schon die Datenübertragung einstellt. Dann werden lediglich noch Steuer- und Statusdaten übertragen.

Informationen zur den Bauarbeiten rund um den AirLaser auf der entsprechenden Bauseite. Die technischen Spezifikationen finden Sie auf den Technik-Seiten.