Neuer Web- / Proxy- Server von IBM
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unseren alten Wohnheim-Server noch im Jahre 2008 durch mehrere neue Server zu ersetzen. Nun folgt der nächste Schritt: der neue Proxy.
Wir haben uns für einen IBM Rackserver x3650 entschieden. Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, haben wir uns für ein Aktionsmodell von IBM entschieden, dass wir für unsere Zwecke aufgerüstet haben. Das ist zwar etwas umständlicher, spart uns aber mehrere 100€ ein.
Die technischen Daten finden Sie auf unseren Technik-Seiten.
Florian Kronhardt, Richard Zabries und Kai Habermann bauen den neuen Server ein:
- Zunächst klicken sie die Telekopschienen in das Rack ein, Schrauben sind nicht mehr nötig.
- Anschliessend setzen sie den Server auf die Schienen und verschieben ihn auf den Schienen, so dass er einrastet. Auch hier ist kein Werkzeug mehr nötig.
- Dann monitieren sie den Kabelarm hinter dem Server und der Server ist (bis auf die Kabel) fertig eingebaut. Und das in Rekordzeit von 15min! Cool!
- Die Verkabelung dauerte dann eine ganze Weile, damit der Kabelarm auch einwandfrei arbeiten kann.
Am Samstag begannen dann die eigentlichen Konfigurationsarbeiten für das Level5-RAID, das Betriebssystem und den Proxy und Webserver.
Der neue Rack-Server x3650 von IBM wird unser erster Server mit Virtualisierung sein, d.h. der Server wird beide Dienste (Web und Proxy) parallel beherbegen.
Endgültiger Einbau der neuen Switches
An einem Freitag Abend im April legen wir das komplette Netz lahm und tauschen alle alten Switches gegen neue Switches aus. Die alten 3Com Switches SuperStack-II 3300 waren seit 1999 in Betrieb, zeigten aber gerade in den letzten 2 Jahren deutliche Alterserscheinungen [mehr...].
- Zunächst werden alle TwistedPair- und LWL-Patchkabel aus den alten Switches entfernt, die meisten wurden seit 8 Jahren nicht mehr angefasst. Einige Kabel (inbesondere jedoch die Glasfaserkabel) liessen sich nur noch mit Hilfe einer Zange abziehen. Sie wanderten gleich in den Müll.
- Nach dem Abziehen der Kabel wurden die Switches aus den Schränken ausgebaut und die neuen Switches eingebaut. Einige Switches liefen bereits in einer Testinstallation im Serverraum und in der Datenstation "Lager". So konnten wir sie bereits teilweise vor-konfigurieren.
- Wir sehen nun die alten Patchkabel durch, welche wir noch wiederverwenden können und beschriften sie neu.
- Während dieser Zeit arbeitet ein zweites Team an der Inbetriebnahme der Gigabit-Verbindungen über das Glasfaser-Backbone.
- Dann werden die Patchpanels wieder mit den Switches verbunden und die Zimmer haben zumindest wieder Zugang zum internen Netz.
- Abschliessend werden noch sämtliche Nutzer-Ports auf ihre ursprüngliche Einstellungen zurückgesetzt, so dass die Nutzer wieder online gehen können.
- Nach etwa 7h war das gesamte Wohnheim wieder online. Es dauerte jedoch noch etwa 14 Tage, bis auch unser internes Verwaltungssystem vollständig den neuen Gegebenheiten angepasst war. Zum Glück gab es in dieser Zeit keine größeren Probleme oder Änderungen, so dass die Nutzer nicht unter dem Software-Umbau zu leiden hatten.
Weitere Umbauten des Server-Schranks
Beim letzten Umbau des neuen Server-Schranks und beim Einbau des neuen IBM Rackservers hatten wir bereits viel Zeit in die fachgerechte Verkabelung des Schranks investiert. Doch die Situation war noch immer nicht zu unserer Zufriedenheit. So hingen immer noch zu viele Kabel direkt hinter den Server, so dass man sich erst durch einen Kabeldschungel wühlen muss, ehe man von hinten an einen der Server herankommt. Wir beschliessen, die Verkabelung erneut umzubauen.
neue Kabelführungen für den Server-Schrank
Beim Durchblättern des Rittal-Katalogs entdecken wir neue Kabelführungselemente für den FlexRack aus Kunststoff. Diese Führungen werden in den Rahmenkanal das Flex-Rack eingeklemmt und halten die Kabel im Rahmen fest. Die Kabel würden also nicht mehr direkt hinter den Geräten herunterhängen, sondern würden stattdessen nach links und rechts von den Geräten weggeführt. So kämen wir deutlich besser an die Rückseiten der Server und müßten uns nicht mehr den Weg durch einen Dschungel von Kabeln zu den Geräten bahmen. Warum uns diese Kabelführungen vorher nicht aufgefallen sind, wissen wir nicht. Es kann sogar sein, dass die erst seit 2008 im Rittal-Programm sind. Wir bestellen einen Satz mit 10 Kunststoffführungen.
- Rafael Roma Martinez und Kai Habermann klicken einige der neuen Kabelführungen in den Rahmen des FlexRack. Sie lösen die Kabel, die das meiste Chaos hinten im Schrank verursachen und ziehen sie aus dem Schrank.
- Dann legen sie die neuen Kabelwege fest und fädeln die Kabel durch die neuen Kabelführungselemente. Die Öffnungen sind so gross, dass auch VGA-Stecker problemlos durchpassen.
- Anschliessend werden die Kabel wieder angeschlossen.
- Nach etwa 3h waren auch diese Verkabelungsarbeiten abgeschlossen und die Kabelführung im Server-Schrank deutlich aufgeräumter
Anbau alter Kabelarm des Admin-Servers
Einige Wochen später ergibt sich eine weitere Gelegenheit, die Kabelführung ein weiteres Mal zu optimieren: wir müssen unser Vorstands-Server umbauen und updaten. Das ist die Chance, den Kabelarm des Servers endlich richtig zu montieren und zu verkabeln.
- Florian Kronhardt und Kai Habermann ziehen alle Kabel vom Vorstands-Server ab und montieren den alten Kabelarm.
- Sie ziehen sämltliche Kabel vom/zum Server zurück und verlegen sie neu.
- Leider reicht der Kabelarm nur bis zur Hälfte der Schranktiefe, so dass die Kabel den Rest des Weges zwischen Armende und Server in der Luft hängen. Das hätte IBM besser lösen können.
Erstes Online-Thermometer geht in Betrieb
Mit dem Einbau und der Inbetriebnahme der neuen Server, Switches und USVs veränderte sich die Wärmelast im Serverraum. Die Raumtemperatur stieg um mehrere Grad an, sie liegt nun deutlich über der menschlichen "Wohlfühlgrenze" von 21°C.
Für uns stellt sich die Frage, wie hoch die Temperatur noch steigen wird und wie weit sie im Sommer die "Wohlfühlgrenze" der Server von 26°C überschreitet. Ab 28°C müssen wir darüber nachdenken, den Serverraum im Sommer möglicherweise aktiv zu kühlen.
Um verlässliche Temperaturwerte zu bekommen, beschliessen wir, ein elektronisches Online-Thermometer zu installieren. Vorher haben wir die Temperatur-Werte nur mit einfachen Flüssigkeitsthermometern "geschätzt".
- Die Wahl des Online-Thermometers fiel auf die MessPC "Ethernetbox 1" von BetterNetworks. Als Sensor entscheiden wir uns für den "Environment-Sensor 3", der sowohl die Lufttemperatur wie auch die relative Luftfeuchte misst.
- Wir installieren den Temperatur-/Luftfeuchte-Sensor an einem Regal in 1,6m Höhe. Raumthermostate werden üblicherweise auf 1,5m Höhe an der Wand installiert, da sind 1,6m akzeptabel.
- Uns ging es in erster Linie darum, schnell und unkompliziert Temperatur- und Luftfeuchtewerte zu ermitteln. Und das lief absolut problemlos. Bereits 2h nach Inbetriebnahme der Ethernetbox waren bereits die ersten Messwerte online.
Weitere Informationen zur Ethernetbox auf unserer Technik-Seite und der Erfahrungsseite für Peripherie. Unsere zweite Ethernetbox installierten wir im Januar 2009.
Beginn der Saure-Gurken-Zeit
Nach dem Kauf der neuen Switches, der neuen USV und des neuen Web-/Proxy-Servers sind unsere finanziellen Reserven nahezu aufgebraucht. Ausserdem gab es einen Personalwechsel im Vorstand und die Klausurenzeit begann. Obwohl unsere ToDo-Liste noch lang ist, müssen weitere Modernisierungsmaßnahmen bis Oktober warten.















